KUR
Rettung für Objekte
Schuhfragmente von Heinricht IV. in historischer Montierung um 1905
Welche prunkvollen Kleidungsstücke müssen die salischen Kaiser und Könige getragen haben! Bei den Grabungen im Jahr 1900 wurden Stoffreste aus Wolle, Seide und Leinen geborgen. Doch durch die jahrhundertelange Lagerung in den feuchten Gräbern, die damalige Bergungssituation und die Konservierungsmethoden früherer Generationen haben die höchst empfindlichen Gewandreste stark gelitten. Heute sind sie nur noch fragmentarisch erhalten und äußerst fragil.
Gürtel Philipps von Schwaben, Detail
Mit neuesten, innovativen Verfahren werden die Textilien und die fotografischen Aufnahmen von der Fundsituation im Historischen Museum der Pfalz restauriert und konserviert. Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts wird es dem Museum ermöglichen, eine größere Auswahl an organischen Funden in die Ausstellung zu integrieren und damit den Museumsbesuchern einen umfassenden Überblick über die Kaiser- und Königsgräber und ihre Auffindung im Jahr 1900 zu geben.
Ergebnisse des KUR-Projektes
Die durchgeführten Arbeiten und ihre Ergebnisse werden abschließend in einer Monografie veröffentlicht, in der alle beteiligten Wissenschaftler ihre Arbeit präsentieren. Überdies ist es vorgesehen, wichtige Forschungsresultate online zugänglich zu machen. Unterstützt wird das Projekt durch die Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder. Das sogenannte KUR-Programm (Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut) hat zum Ziel, akut bedrohte Objekte und Sammlungsbestände von übergeordneter historischer und künstlerischer Relevanz zu bewahren.
