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Das Historische Museum der Pfalz widmet sich in der Sonderausstellung „Hexen – Mythos und Wirklichkeit“ der Bedeutungsvielfalt des Hexenbegriffs. Dabei stellt die Ausstellung das Stereotyp „Hexe“ auf den Prüfstand.
Alles Magie?
Wird die Welt der Zauberei und Hexen heute klar in den Bereich der Fiktion eingeordnet, so war Magie doch lange Zeit ein fester Bestandteil des Alltags unserer Vorfahren. Das Verständnis von Zauberei war im Laufe der Jahrhunderte einem stetigen Wandel unterworfen. Unheilbringende, aber auch heilende Zauberkräfte wurden den Hexen im Volksglauben zugeschrieben. Schutz- und Schadenszauber sollten sie gleichermaßen erwirken können. So galten schon römische Fluchtafeln als Auslöser mächtiger Schadens- und Liebeszauber. Magische Amulette und Abwehrzauber waren alltägliche Realität im Mittelalter bis hin zur Neuzeit.
Von der Antike bis in die Neuzeit
Die Ausstellung „Hexen – Mythos und Wirklichkeit“ schlägt einen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart und zeigt die Veränderungen in Wahrnehmung und Umgang mit vermeintlichen Hexen und Hexerei. Zu einem der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte, den Hexenverfolgungen in der Neuzeit, werden zeitgenössische Dokumente wie der berühmt-berüchtigte „Hexenhammer“, Flugblätter und Verhörprotokolle, aber auch grausame Folterinstrumente zu sehen sein.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Konzeption der Ausstellung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern der internationalen Hexenforschung. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation mit zahlreichen Beiträgen namhafter Wissenschaftler zum Thema „Hexen – Mythos und Wirklichkeit“.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit vielen Veranstaltungen, Führungen und Terminen ergänzt die Ausstellung.
Bestellung per E-Mail unter info@museum.speyer.de