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Historisches Museum der Pfalz Speyer
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Ulfilas-Blatt

Ulfilas-Blatt

Die letzte Seite des weltberühmten Codex Argenteus tauchte 1970 in der Afra-Kapelle des Speyerer Doms auf. 2007 fand es seinen Platz in der Sammlung des Historischen Museums der Pfalz. Das mit reinem Silber beschriebene Blatt ist so kostbar und empfindlich, dass es vor Tageslicht geschützt werden muss. Deshalb ist es in einer klimatisierten und lichtgeschützten Schublade einer Spezialvitrine gut aufgehoben. Die Besucher sehen eine aufwändig gestaltete Reproduktion.

Der Codex Argenteus entstand wahrscheinlich um 500 n. Chr. in Ravenna. Im vierten Jahrhundert entwickelte Bischof Ulfilas aus griechischen und lateinischen Buchstaben und Runen eine eigene Schrift für das Gotische. In dieser Schrift übertrug Ulfilas die Bibel in die gotische Sprache. Von der weltberühmten frühmittelalterlichen Handschrift, die heute im schwedischen Uppsala aufbewahrt wird, sind im Laufe der Jahrhunderte 149 Blätter verloren gegangen. Nur ein einziges tauchte je wieder auf: Das Speyerer Blatt.