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Historisches Museum der Pfalz Speyer
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Sammlung Domschatz

Die Sammlung Domschatz präsentiert sich mit drei Schwerpunkten: Die Schatzkammer beherbergt die Grabfunde aus den Gräbern der im Speyerer Dom bestatteten Herrscher sowie die wertvollen liturgischen Geräte, die zur Feier des Gottesdienstes verwendet wurden. Der Dombau selbst steht im Mittelpunkt der im Dezember 2012 neu eröffneten Abteilung zur Baugeschichte des Doms. Und schließlich präsentiert die Ausstellung „Des Kaisers letzte Kleider“ die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Projekts, des sogenannten KUR-Projekts, zur Erforschung der Textilien aus den Kaiser- und Königsgräbern.

 

Kaiserliche Grabfunde und Domschatz

Öffnung des Grabes von Konrad II. am 23. August 1900

Acht Kaiser und Könige und drei Kaiserinnen wurden im Speyerer Dom beigesetzt. 1900 öffnete und untersuchte man ihre Gräber. Die kostbaren Grabbeigaben stehen im Mittelpunkt der Abteilung „Domschatz“ im Historischen Museum der Pfalz. Die Grabkronen der salischen Kaiser, der Reichsapfel Heinrichs III., der Goldring Heinrichs IV., Inschrifttafeln und wertvolle Textilfragmente sind einzigartige Zeugnisse der hier bestatteten Herrscher.
Die wertvollsten Exponate des Domschatzes wurden für den Gottesdienst gebraucht. Kostbare liturgische Geräte und Reliquiare sowie wertvolle Paramente (aufwendig gestaltete Textilien) und Gemälde offenbaren die Frömmigkeit ihrer Auftraggeber und hohe Kunstfertigkeit ihrer Schöpfer. Im 4. Jahrhundert übertrug Bischof Ulfilas die Bibel ins Gotische. Die letzte Seite einer Abschrift (der sog. Codex Argenteus) aus der Zeit um 500 kam 2007 in die Sammlung Domschatz.

Der Dom – jetzt NEU!

In der fast 1000jährigen Baugeschichte des Speyerer Domes spiegelt sich die wechselvolle Geschichte der Stadt Speyer und der ganzen Region. Seit dem 1. Dezember 2012 können die Besucher hautnah erleben, wie das Bauen im Mittelalter aussah: Sie tauchen ein in die Zeit um 1040 und befinden sich mitten auf der Dombaustelle. Der Dombau hat gerade begonnen, die Fundamente sind gelegt und von einem einfachen Stangengerüst aus werden die Wände gemauert. Ein unfertiger Sandsteinquader und Rekonstruktionen von mittelalterlichen Werkzeugen machen die Arbeit eines Steinmetzen anschaulich, Hebewerkzeuge wie Seilwinde und Wolf lassen die Mühen auf einer mittelalterlichen Baustelle erahnen. Eine virtuelle Rekonstruktion zeigt die 1000jährige Baugeschichte des Doms auf drei parallel geschalteten Großbildschirmen. Der Besucher wird dabei mit auf eine Reise durch die Vergangenheit genommen und kann die Errichtung, aber auch die Umbauten und Zerstörungen des Doms miterleben.

Etwas ganz Besonderes sind die originalen Farbentwürfe Schraudolphs zu seinen Fresken, die das Historische Museum der Pfalz im neugestalteten Domschatz präsentiert. Diese kleinformatigen Gemälde sind mit höchster Sorgfalt ausgeführt und gewähren tiefe Einblicke in die Arbeitsweise und persönliche Handschrift des Meisters. Sie dienten nicht nur der Vorbereitung und Ausführung, sondern auch der Abstimmung des Bildkonzeptes mit dem königlichen Auftraggeber Ludwig I. Zusätzlich zeigt eine weitere virtuelle Rekonstruktion den vollständig ausgemalten Dom in seiner ganzen Farbenpracht. Dort kann der Besucher nicht nur die Einzelbilder bewundern, sondern auch die heute vollständig verlorene Ornament- und Dekorationsmalerei.

Ab sofort hat auch das Junge Museum Speyer einen festen Platz in der Sammlung Domschatz. Ein großes Dommodell aus Holz lädt große und kleine Besucher zum Zusammenbauen ein und macht dabei die komplexe Raumstruktur eines romanischen Kirchenbaus deutlich. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Jungen Museums.

„Des Kaisers letzte Kleider“

Mit neuesten, innovativen Verfahren wurden die höchst fragilen Textilreste und anderen organischen Funde aus den Gräbern der Kaiser und Könige im Speyerer Dom in einem 2011 abgeschlossenen Forschungsprojekt, dem sogenannten KUR-Projekt, erforscht. Die Ergebnisse dieser aktuellen Forschungen zeigt die Ausstellung „Des Kaisers letzte Kleider“. Sie präsentiert eine Auswahl dieser einzigartigen Objekte– unter anderem den Kaisermantel des staufischen Königs Philipp von Schwaben – und erlaubt gleichzeitig mittels modernster Technik einen Einblick in die aktuelle Forschungsgeschichte.

Dom-App

Jetzt neu: Die Dom-App!
Die offizielle App des Speyerer Doms führt Sie durch den Dom und informiert über Architektur und Geschichte sowie über aktuelle Themen und Veranstatungen.
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Bildergalerie

Domschatz
(Anzahl Bilder: 7)

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Bildergalerie

Domschatz Neueröffnung
(Anzahl Bilder: 4)

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Der Dom zu Speyer

Mehr über den Dom zu Speyer erfahren Sie auf der Seite des Bistums Speyer.

Den Dom virtuell besuchen können Sie auf der Seite www.kaiserdom-virtuell.de.

Projekt zur Ausstellung